on-the-road

Ich mag nicht mehr schweigen über das, was ich sehe oder höre, was mich zutiefst berührt und was mir Sorge bereitet. Ich will nicht daran schuldig werden, dass ich nicht genug gewarnt habe und dass ich nicht versucht habe, die Welt ein klein wenig zu ändern. Ich muss fühlen, den Schmerz empfinden, die Lust, die Trauer, immer noch auf dem Weg, ein ganzer Mensch zu sein …

Das Ende der Systeme

Arbeitstitel

Wer sich auf den Weg macht ein klein wenig Spekulatives zu schreiben, muss sich doch um genug Wissenschaft bemühen. Begriffsklärung:

Äonen, Epochen, Zeitenwende, Wendezeit

Was genau ist das? Und wir wird das in der jeweiligen wissenschaftlichen Disziplin gesehen? Z. B. in der Kunstgeschichte, in der Politik, aber eben auch in der Astrologie, Astronomie, Mythologie, Chronologie?

Benötigen wir Periodisierungen beim Nachdenken? Periodisierungen bei Weltzeitaltern? Und welchem befinden wir uns jetzt? Ist alles nur Esoterik (mit der ich tatsächlich nichts anfangen kann) oder wohnt dem eine große Wahrheit inne?

Alles egal – erst mal. Ich verhalte mich beim Schreiben und Sammeln von Darstellungsmöglichkeiten völlig neutral. Es macht einfach Spaß, was ich schließlich verwende, wird zu erwarten sein.

Und so sammelt es sich langsam an.

gestern-heute-morgen

Wie zur Bestätigung meiner Arbeit „Denk ich an Deutschland“ im Gespräch gestern Abend noch intensiv über die Ängste gesprochen, die doch einige von uns gepackt haben, weil so viele Clans aus aller Herren Länder bei uns eingewandert sind. Da wird aufgezählt: Chinesen, Russen, Mafiosi … nein, es wird nicht nur über die Angst gesprochen, diese Angst ist zu spüren, sie ist da, sitzt leibhaftig mit am Tisch – obwohl jeder weiß, dass eine Rückkehr ins Vergangene doch nicht mehr möglich ist. Thank God! Früher hätte man für sein Land sein Leben eingesetzt und hätte man es nicht getan, wäre man erschossen worden. Doch ich selber, wenn ich angesprochen werde, sehe mich mehr als Europäer, denn als Deutscher. Bei mir hat der Nationalismus ausgedient. Sei denn es gibt so etwas, wie eine europäische Befindlichkeit. Wenn ja, dann kann diese aber nie einem länderspezifischen Nationalismus gleichen.

Heute beim Arzt, der mit mit mir soweit zufrieden ist. Wenn auch einiges noch offen bleibt und beobachtet werden muss, ist es doch fast nicht zu glauben, wie viel es an den Werten verändert hat, dass ich fünf Kilo abgenommen habe und mehr auf meine Ernährung achtete(weniger Kohlehydrate und Intervallfasten). Auch, wenn ich Abend für Abend hungrig ins Bett gehe. Ich sei hoch engagiert engagiert, lobt mich meine Hausarzt. Und ich höre es gern. Ein banaler Schnupfen will zur Zeit noch nicht weichen und sorgt dafür, dass ich wegen des Hustens nachts nicht so gut schlafe.

Am Sonntag geht es für eine Woche außer Landes. An Erins Küsten und Gestaden hoffe ich mich soweit wieder ins Lot zu bringen, wie nötig. Ich muss raus aus diesem Land mit seinen oft so selbstgemachten Problemen. Was anderes sehen, eine andere Sprache sprechen, eine andere Denke übernehmen – das ist es, was ich brauche. Könnte platzen vor lauter Vorfreude.

Hin und weg

Manchmal überkommt mich in dem Umfeld, in dem ich lebe, jene Qualität von Sinnlosigkeit, dass ich entweder Lust bekomme, aufzuschreien, Lust bekomme, mich auspeitschen zu lassen oder eben Lust bekomme, mich auf eine Reise zu begeben. Nun also mache ich mich mal wieder auf eine Reise, nichts Großes, nichts Weites … aber eben nichts wie weg und fort. Natürlich könnte ein Psychologe nun von Fluchtverhalten sprechen, aber manchmal habe ich einfach keinen Bock mehr darauf, mir daheim ständig über den Weg zu laufen. Und da ich sowieso mehr und mehr die Meinung vertrete, dass Deutschland mit seinen ständigen Verboten ein Land ist, dass neurotisch wird (wenn es das nicht schon ist!), dann suche ich das oft so geschmähte Ausland auf, indem dann manches anders läuft. Gott sei Dank!

Mein Arzt, selber voller Erstaunen hat mir vor einigen Tagen erklärt, meine Lungenleistung sei bei 36%. Das ist für einen Nichtraucher und einen, der kaum Alkohol trinkt, nicht gerade ein erhebender Wert. Die Bronchitis, die dabei im Anmarsch war, mag das Ihre dazu getan haben, diesen Wert so drastisch herunterzufahren.

Kein Gejammer mehr.

Aktiv werden und nur nicht auf irgendetwas warten. Live ist just for living. Wenn es einen Gott gibt, dann möchte ich einmal vor ihm sagen dürfen, dass ich mit diesem einzigartigen Geschenk, genannt Leben, was anzufangen wusste. Und wenn es ihn nicht gibt: Dann möchte ich dies zumindest meinen Freunden weitergeben.

Ist das nun Verzweiflung?

Wurscht, was es ist. Echt wurscht! Wir sind hier in unserem Ländle sowieso viel zu schnell mit Dogmatik und Verboten unterwegs. Nein, leben darfst Du nicht. Genauso wenig, wie SUV-fahren oder Billigfleisch kaufen … Aber, sieh her, ich lebe. Mehr, denn je. Und wenn das ein Ergebnis meiner seltsamen Lungenwerte ist, auch recht.

So, und jetzt gibts eine Runde Selbstgeißelung, weils grad schön ist … Ich entdecke den Trotz als unbändige Kraft.

Jawoll!